Auszug aus der Oberbergischen Volkszeitung vom 28.08.2000
Marcel wusste "eigentlich noch nicht" so genau, wonach er suchte.
Katja schon: Arzthelferin möchte Sie gerne werden und im kommenden Jahr eine Ausbildung beginnen. Da war sie am Samstag in der Hauptschule genau richtig.

Schon zum vierten Mal fand dort eine Ausbildungsbörse statt. Informationen zu fast 50 Ausbildungsberufen gab es dort. Das Motto hieß in diesem Jahr "Berufe live". Und das war mehr als ein werbewirksamer Slogan. Am eigens eingerichteten "Azubi-Stammtisch" saßen 20 junge Leute, die gerade selbst eine Ausbildung machen. Sie standen den Schülern, denen der Schritt ins Berufsleben noch bevor steht, ausgiebig Rede und Antwort.

Es macht einen Unterschied, so Gitta Esch von der Begegnungsstätte Hackenberg, eine der Organisationen, ob die Schüler mit eienm Mitarbeiter des Arbeitsamtes über eienen Beruf sprechen, oder ob ein nur wenig älterer Jugendlicher von den eigenen Erfahrungen erzählt. Dieser Weg hat sich schon im Vorjahr bewährt.

Zur Börse brachten einige der zahlreichen Handwerks- und Industriebetriebe selbst noch eigene Azubis mit. Auch das Konzept der Börse geht auf. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Schüler, hat Gitta Esch festgestellt. Mitunter sind es ganze Klassen. Und: "Immer mehr Schüler kommen mit gezielten Fragen." Schwellenängste, so scheint es, haben sich inzwischen verflüchtigt. Das liege auch an den ausstellenden Betrieben, die ihrerseits auf die Pennäler zugehen. Neben den reinen Informationen erwartete die Besucher einiges mehr:

Die Wirtschaftsjunioren Oberberg gaben beispielsweise Hinweise hinsichtlich der Bewerbung. Wer seine Bewerbungsmappe gleich mitgebracht hatte, konnte diese von Experten gleich vor Ort durchsehen lassen. Im Lehrerzimmer der Schule gab`s die Möglichkeit, das Internet nach Jobs durchsuchen oder eine eigene
"Bewerbungs-homepage" zu basteln und ins Netz zu stellen.
Auf einer ellenlangen Wäscheleine hingen viele Blätter mit freien Ausbildungsplätzen, die beim Arbeitsamt gemeldet sind - übrigens auch noch für dieses Jahr.

Lobende Worte für die Börse fand Oberbergs Bundestagsabgeordneter Friedhelm-Julius Beucher. ein so "hochqualifiziertes und adressatengerechtes Angebot" wünschte er sich als feste Einrichtung für jede oberbergische Gemeinde